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In Deutschland wohnen über 50% der Bevölkerung zur Miete. Eine Hauptquelle für Mietwohnungen war
früher der soziale Wohnungsbau. Sozialer Wohnungsbau bezeichnet den staatlich geförderten Bau von Wohnungen, für
soziale Gruppen, die ihren Wohnungsbedarf nicht am freien Wohnungsmarkt decken können. Seit der Abschaffung der
Privilegien und Bindungen der Wohnungsgemeinnützigkeit 1988 und dem Rückzug des Bundes aus der Förderung hat ein
deutlicher Bedeutungsverlust des Sozialen Wohnungsbaus stattgefunden. In Berlin z.B. sind bei laufender Privatisierung
im Jahr 2006 noch 9 Prozent im Westteil und 24 Prozent im Ostteil der Stadt den Sozialwohnungen zuzurechnen.
Dresden hat seine Bestände vollständig verkauft. In den Großstädten von über 200.000 Einwohnern beträgt der
kommunale Anteil gerade noch 8 Prozent. In der Vergangenheit wurden ca. 1/3 sozial und preislich gebundene
Wohnungen als Voraussetzung für eine sozial ausgleichende Wohnungspolitik angesehen. Insgesamt können weder
staatliche/kommunale Eigentumsverhältnisse an Wohnungen noch private Investoren immer einen politisch gewollten,
sozial als notwendig erachteten Bestand an "Sozialwohnungen" garantieren. Darum kann der Ergänzung durch
alternative Eigentumsformen eine wachsende Bedeutung zukommen. Voraussetzung ist die Selbstorganisation von
Bewohnern, wie sie in den Wohnungsgenossenschaften und anderen alternativen Formen des gemeinschaftlichen
Wohnungseigentums eine lange Tradition haben sowie neue experimentelle Formen. Verschaffen Sie sich einen
Überblick zum oft vielfältigen Angebot.
Die Alternative zur Mietwohnung ist der Wohnungskauf. Unter dem Slogen Eigentum statt Miete , der bei solider Planung und gerechtfertigten Immobilienpreisen ja durchaus seine Bedeutung hat, wurden in der Vergangenheit aber auch Immobilien zu überhöhten Preisen angeboten und veräußert. Der Verkauf überteuerter Immobilien (Schrottimmobilien) wird dem Bereich des grauen Kapitalmarktes zugeordnet. Typisch für den Immobilienbetrug waren und sind folgende Aspekte:
- Überteuerte Immobilienpreise - Unseriöse Vertriebsorganisationen - Abwicklung durch Treuhänder und
- Täuschung des Anlegers oder Eigentümers. Deshalb im Vorfeld ausführlich informieren und fachkundigen Rat einholen. Beim Wohnungskauf handelt es sich in der Regel um eine Investition, die im Leben jeder Familie nur einmal vorkommt und den Familienetat oft erheblich belastet. Eine Fehlinvestition kann durchaus zum finanziellen Ruin führen.
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